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Strategien zur Förderung des Wachstums innovativer KMU in Europa

2011-07-12 15:38:34

Schnell wachsende Unternehmen werden seit einigen Jahren von der Wirtschafts- und Innovationspolitik mit hoher Aufmerksamkeit bedacht. "Mit gutem Grund", meint Studienautor Stefan Lilischkis von empirica, "weil Untersuchungen die Bedeutung junger Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial für die Schaffung neuer Arbeitsplätze eindeutig belegen." Das Briefing empfiehlt der Politik, sich darauf zu konzentrieren, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen KMU ihr Wachstumspotenzial entfalten können (zum Beispiel durch die eingangs erwähnten Maßnahmen); von der gezielten Unterstützung einzelner Unternehmen ("picking winners") wird eher abgeraten. Auch die Europäische Kommission könne einen Beitrag zur Förderung schnell wachsender KMU leisten, indem sie den EU Binnenmarkt weiter optimiert und ausbaut (zum Beispiel im Bereich Wagniskapital). Allgemeine KMU-Politik und spezielle Maßnahmen zur Förderung schnell wachsender KMU sollen laut Politik-Briefing koexistieren, es bestehe kein Widerspruch.

Das Politik-Briefing beruht auf einer Literaturanalyse, Fallstudien, Experteninterviews und Daten einer Unternehmensbefragung. Fallstudien aus Korea und Singapur schildern wirtschaftspolitische Initiativen, die diese Länder kürzlich zur Unterstützung schnell wachsender KMU gestartet haben. Israel plant die Einführung ähnlicher Programme. In Kanada konnte durch die geschickte Kombination aus F&E Fördermaßnahmen und der Bereitstellung von Wagniskapital die Zahl der schnell wachsender KMU deutlich erhöht werden. Allerdings wurden diese (meist noch jungen) Programme noch nicht abschließend evaluiert, so dass noch keine verlässlichen Aussagen über die Wirksamkeit spezifischer Maßnahmen gemacht werden können.

Das Politik-Briefing wurde im Rahmen von INNO-Grips ("Global Review of Innovation Policy Studies") erstellt. INNO-Grips ist Bestandteil des "PRO INNO Europe" Innovations-Portals (http://www.proinno-europe.eu) der Europäischen Kommission. Die Leistungen von INNO-Grips werden von empirica bereitgestellt, auf Basis eines Vertrags mit der GD Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, und in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungspartnern. Der Vertrag läuft bis Ende 2012.

Das vollständige Politik-Briefing ist auf der INNO-Grips Website (in englischer Sprache) verfügbar:
http://www.proinno-europe.eu/innogrips/innovation-policy-briefs

Studienautor und Kontaktperson: Dr. Stefan Lilischkis
Stefan.lilischkis@empirica.com