empirica unterstützt weltweite Kampagne “MapMyDay” von Sozialhelden und WHO für mehr Bewusstsein von Barrieren im Alltag

empirica unterstützt die Kampagne „MapMyDay“, ein von der Berliner NGO Sozialhelden e.V. und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiertes, weltweites Mapping-Event zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung (3. Dezember). Auf Wheelmap.org, einer von den Sozialhelden entwickelten Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, sollen Menschen weltweit öffentlich zugängliche Orte in ihrer Nachbarschaft kennzeichnen, die sie in ihrem Alltag besuchen.

Dabei richtet sich die Kampagne explizit nicht nur an Menschen mit Behinderung: „Barrieren betreffen viele Menschen: Ältere, Kinder, Familien. Wir wollen mit der Kampagne „MapMyDay“ eine weltweite Bewegung starten, um diese Barrieren aufzuzeigen und im besten Fall zu beseitigen”, erklärt Aktivist Raúl Krauthausen, der Erfinder von Wheelmap.org.

Als Vorbereitung auf die Aktionen können sich alle Interessierten, egal ob sie als Einzelperson, mit Freundeskreis oder Familie, ihrem Verein, ihrem Kollegium oder in anderen Organisationsformen teilnehmen möchten, auf der Webseite www.mapmyday.org informieren und Teil der Bewegung werden. Die Macher der Wheelmap bieten mit „MapMyDay” eine unkomplizierte Mitmach-Kampagne an. Alles, was man braucht, ist ein Internetzugang. Es ist wirklich einfach: auf dem Smartphone oder dem Computer einloggen, den Ort auswählen, zwischen „voll, teilweise oder gar nicht rollstuhlgerecht“ auswählen, fertig.

Ziel von „MapMyDay” ist es, einerseits mehr Menschen Informationen über ihr Umfeld zukommen zu lassen: „Hat mein Lieblingscafé eigentlich eine Stufe am Eingang? Würde ich mit einem Rollstuhl problemlos in meinen Supermarkt um die Ecke kommen? Welche U-Bahn-Station in meiner Nähe hat eigentlich einen Aufzug? Die Antworten auf solche Fragen helfen allen weiter“, so Krauthausen. Andererseits soll die Kampagne allgemein das Bewusstsein für die Barrieren im Alltag von Menschen mit Mobilitätseinschränkung, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderung stärken.

Zu den Partnern von „MapMyDay“ gehört MyAccessible.EU, die Infoplattform des von empirica koordinierten EU-Forschungsprojektes CAP4Access (2014-2016). CAP4Access entwickelt und pilotiert eine Reihe von innovativen Tools, die es Rohlstuhlnutzern und anderen Personen mit eingeschränkter Mobilität leichter machen, sich im städtischen Raum zu orientieren und fortzubewegen. Das Projekt richtet sich auch an alle anderen städtischen Stakeholder, die daran interessiert sind, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu verbessern. Projektkoordinator Karsten Gareis ist stolz, bei MapMyDay dabei sein zu können: "Die Kampagne wird weltweit dazu beitragen, Bewusstsein für die Herausforderung 'Barrierefreiheit' zu schaffen und die vielfältigen bürgerschaftlichen Initiativen, die in diesem Bereich tätig sind, zu stärken sowie untereinander zu vernetzen".

Karsten Gareis hat in Bonn bereits eine eigene Erhebung zur Barrierefreiheit durchgeführt und auf Wheelmap.org dokumentiert, sein Report kann hier heruntergeladen werden. Das Untersuchungsgebiet, die beliebte nördliche Altstadt Bonns, schneidet dabei alles andere als gut ab – Fazit: "Rollstuhlfahrer/innen nicht willkommen!".

Mehr Informationen über die Kampagne „MapMyDay“ bietet die Website www.mapmyday.org, Facebook, Twitter und unter dem Hashtag #mapmyday.

Mehr Informationen zum Projekt CAP4Access, koordiniert von empirica, finden sich unter www.cap4access.eu und www.MyAccessible.EU.